Hochenergetische Ultraschallwellen können den Kristallisationsprozess auf folgende Weise unterstützen: Erstens beeinflussen sie die Bildung von Kristallkeimen. Da Ultraschallwellen eine starke Richtungswirkung haben, können sie die Wellenenergie, die kritische Kristallkeime bildet, ergänzen und verstärken und so den Kristallisationsprozess beschleunigen. Zweitens kann durch die Steuerung der Wachstumsrate der Kristalle nicht nur sichergestellt werden, dass die Kristalle fein und gleichmäßig sind, sondern auch verhindert werden, dass die bereits gebildete Kristalloberfläche durch neu gebildete Kristalle verunreinigt wird. Diese Effekte sind für die großtechnische Produktion von großem Wert.
Derzeit hat sich der verstärkende Kristallisationsprozess als wirksames Instrument zur Änderung der Eigenschaften vieler Lebensmittel erwiesen, beispielsweise zur Änderung der Eigenschaften von Nahrungsfett, Schokolade und Eiscreme.
Eine weitere äußerst wertvolle Anwendung im Lebensmittelbereich ist die Ultraschallkristallisationstechnologie, die zur Steuerung des Bildungsprozesses von Eiskristallen in tiefgefrorenen Lebensmitteln eingesetzt wird. Die Wirkung von Ultraschallwellen auf die Materialien im Gefrierprozess sorgt für eine schnelle und gleichmäßige Bildung von Kristallkeimen und verhindert wirksam das Aufbrechen von Zellen und Geweben durch das Wachstum von Eiskristallen. Dadurch werden die Probleme der Erweichung der Gewebestruktur und des Ausflusses von Zellflüssigkeit nach dem Gefrieren vermieden.
Darüber hinaus kann der Kavitationseffekt beim ultraschallinduzierten Kristallisationsprozess die Beschichtung auf der Oberfläche des Materials während des Gefrierprozesses kontinuierlich reinigen und so die Effizienz der Wärmeübertragung während des Gefrierprozesses gewährleisten.


